Vorgeschichte!
Bis zum ersten Weltkrieg beherbergte ein Knabeninstitut in Stäfa junge Ausländer, deren Eltern in den Kolonien der verschiedenen europäischen Staaten lebten. Diese jungen Leute gründeten den „Institutsfussballclub“, in welchem auch Gleichaltrige aus Stäfa und Männedorf aufgenommen wurden.
In den Jahren von 1908 bis 1912 trainierte man auf einer Wiese im „Hüttenacher“. Das rücksichtslose Zertreten des Grases rund um den Platz und kurz vor dem Heuet durch unvorsichtige Zuschauer bereitete dem Wohlwollen des Grundbesitzers zusammen mit den fussballerischen Bestrebungen ein jähes Ende. 1913 entstanden dann je ein Club in Stäfa und in Männedorf. Beide betätigten sich auf der Wiese zwischen Schützenhaus und Scheibenstand in Männedorf, wobei es zu heftigen Streitigkeiten mit den Schützen kam. Die Letzteren sollen sogar einmal über die Köpfe der Spieler hinweg zu schiessen begonnen haben, was fast zu einer „vaterländischen Schlägerei“ geführt hätte. Beide Clubs fusionierten und bezeichneten sich pikanterweise als „Sea-Boys“.
1916 wuchsen auf dem Spielfeld Kartoffeln im Mehranbau, und 1920 kam es zu einer Neugründung mit dem selben stolzen Namen. Um den Pachtzins für das Spielfeld aufzubringen (Fr. 350.--), musste jeweils nach jeder Trainingsstunde gesammelt werden. Nur das Sägemehl für die Feldmarkierungen bekam man geschenkt. 1923 zählte man 40 Aktivmitglieder, doch wurde der Platz gekündigt. Fast doppelt so viel wie bisher musste nun für ein hochgelegenes Grundstück mit 5 m Höhendifferenz auf dem Risiboden oben bezahlt werden. Aber auch diese Herrlichkeit dauerte nur drei Jahre. Man entschloss sich, oberhalb des Frohbergs zu einem Quadratmeterpreis von 1 und 2 Franken drei Landstücke zu kaufen, was mit Hilfe von Anteilscheinen ermöglicht wurde. Der heutige Fussballclub Stäfa ist sozusagen Erbe der „SeaBoys“.
(Quelle: Zürichsee-Zeitung vom 18.8.64)
„Brush up“ 1960 bis 2010 (zum 50 jährigen Jubiläum)
Vor 40 Jahren, am 26. August 1960, wurde im Restaurant Schiff in Männedorf von 16 FussballInteressierten (K. Zürcher, Präsident, P. Wettstein, K. Möckli, A. Kohler, H. Hanselmann, H. Blöchlinger, M. Linggi, K. Good, M. Previtali, H. Baur, H. Wüthrich, H. Clavadetscher, B. Egli, J. Tobler, W. Fritz und H. Pfiffner) aus Männedorf und Umgebung der Fussballclub Männedorf gegründet. In den ersten Jahren trug die Aktivmannschaft ihre Spiele auswärts aus, bis 1964 das erste Spielfeld fertiggestellt wurde. Bezeichnenderweise wurde bereits damals schon gegen den Partnerverein SV Aasen aus Deutschland das Einweihungsspiel (1964) gespielt, welches miteiner 1:7 Schlappe für unsere „Jungs“ endete.
Nach der Gründung der Juniorenabteilung 1963 und der Seniorenabteilung 1965 sind sicher der Aufstieg der Aktivmannschaft in die 2. Liga 1981 (beste Platzierung 2. Rang im Jahr 1986) und die 14-jährige Zugehörigkeit in der obersten Regionalliga zu erwähnen. Heute belegt die erste Mannschaft einen Mittelfeldplatz in der 3. Liga.
Dass der FC Männedorf heute klar auf Jugend- und Breitensport setzt, beweisen die über 300 Juniorinnen und Junioren, aufgeteilt in 22 Mannschaften, die überwiegend aus Männedorf und Uetikon am See stammen (zum Vergleich der Bestand der Juniorenabteilung 1987: ca. 70; 2000:ca. 230). Ein Konzept, dass Früchte trägt, konnten doch die ältesten Junioren (A) im Juni 2010 – im 50. Jubiläumsjahr - die Meisterschaft in der Region Zürich und Umgebung feiern.
Heute spielen 4 Aktivmannschaften (1 Frauen- und 3 Männerteams), je 1 Senioren-/Veteranenmannschaft, 2 Juniorinnen- und 11 Juniorenmannschaften sowie 3Kinderfussballgruppe in den gelb-schwarzen Farben des FC Männedorf. Rund 50 Trainer und Betreuer, welche alle ehrenamtlich tätig sind, werden heute allein für die Führung aller Vereinsmannschaften benötigt.
Wesentlicher Beitrag des FCM am Kulturleben von Männedorf
1966 wurde erstmals ein Grümpelturnier auf dem Widenbad ausgetragen. In diesem Rahmenwurde auch eine Abendunterhaltung mit Orchester und Tanz organisiert, die aber in den ersten Jahren meist dem Regen zum Opfer fiel, bis der FC Männedorf 1975 sein eigenes Festzelt baute. In der alten Turnhalle wurde bis 1974 die Männedörfler Fasnacht veranstaltet.
Steeldrum-Festivals und Konzerte am Freitag- bzw. Samstagabend prägen die jährlich durchgeführten Dorfturniere. Nebst diesen attraktiven Abend-Unterhaltungen sorgt auch das regelmässig durchgeführte Frühschoppenkonzert am Grümpi-Sonntag mit der Harmonie Eintracht Männedorf für Stimmung auf der Sportanlage Widenbad. Zudem prägt der FC Männedorf seit 1971 mit dem Restaurationsbetrieb an der Chilbi sowie seit über einem Jahrzehnt mit der Durchführung des Dixie-Frühschoppenkonzertes (Chilbi-Sonntag) mit den Harlem Ramblers das Dorfleben der Gemeinde. Die Einnahmen aus diesen Veranstaltungen tragen im Wesentlichen zur Defizitdeckung der Juniorenabteilung bei und sind Mitgrund für den gesunden Finanzhaushalt des Vereins.
Es ist eine grosse Freude für einen Verein mit rund 600 Aktiv- und Passivmitgliedern in der Bevölkerung der Gemeinden Männedorf und Uetikon am See eine so grosse Unterstützung und Akzeptanz gefunden zu haben! Wir danken allen, insbesondere auch der Gemeinde Männedorf für die zur Verfügungstellung der Sportanlage, ganz herzlich für Ihre Wertschätzung!
Vereins-Chronik
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1960 |
Gründung des Fussballclub Männedorf am 26. August |
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1962 |
Aufnahme des Meisterschafts- Spielbetriebs |
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1963 |
Gründung der Juniorenabteilung |
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1964 |
Einweihung des Sportplatzes Widenbad „alter Fussballplatz“ |
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1965 |
Gründung der Seniorenabteilung |
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1967 |
Aufstieg der 1. Mannschaft in die 3. Liga |
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1971 |
Übernahme der Chilbi - Festwirtschaft |
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1973 |
Im Dezember stimmt die Gemeindeversammlung dem Ausbau des Sportplatzes Widenbad inkl. Familienspielanlage zu. (1. Etappe; Fr. 980'000.--) |
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1975 |
Unter tatkräftiger Mithilfe zahlreicher Vereinsmitglieder wird das clubeigene Festzelt, mit einem Fassungsvermögen von 600 Personen, angefertigt. Gleichzeitig wird der Klubraum „kleiner Bären“ genannt „Hüttli“ ausgebaut. |
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1976 |
Einweihung der Sport- und Familienspielanlage Widenbad mit dem neuen Spielfeld und dem Garderobengebäude |
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1978 |
Gruppenmeister 3. Liga |
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1980 |
Gruppenmeister 3. Liga |
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1981 |
Aufstieg in die 2. Liga (höchste Regionalliga)
Gründung der Supporter-Vereinigung |
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1985 |
25-jähriges Jubiläum |
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1986 |
2. Platz in der 2. Liga (Gruppe 2) |
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1987 |
Der FC Männedorf zählt 11 Mannschaften (2 Aktive / 7 Junioren / 2 Senioren) bzw. 480 Vereinsmitglieder (220 aktive Fussballer und 260 Passive, Supporter, Gönner und Ehrenmitglieder). |
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1995 |
Abstieg in die 3. Liga |
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1997 |
10 Jahre später: 19 Mannschaften (2 Aktive / 14 Junioren/innen / 1 Fussballschule / 2 Senioren) bzw. 580 Vereinsmitglieder (320 aktive Fussballer/innen und 260 Passive, Supporter, Gönner und Ehrenmitglieder). Am 8. Dez. stimmt die Gemeindeversammlung dem Ausbau des Sportplatzes Widenbad zu. (2. Etappe; Fr. 920'000.--) |
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1998 |
Abstieg in die 4. Liga Kauf des neuen Festzeltes |
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1999 |
Fertigstellung Ausbau Sportanlage Widenbad (Vergrösserung Garderobengebäude und Neubau des Allwetterplatzes) |
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2000 |
Am 29. April 2000 findet das Einweihungsfest für den Ausbau der Sportanlage Widenbad kombiniert mit der Jubiläumsfeier "40 Jahre FCM" auf dem Widenbad statt.
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2001 |
Nach zwei zweiten Plätzen kann nach 3 Jahren endlich der Wiederaufstieg in die 3. Liga gefeiert werden.
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2003 |
3. Platz in der 3. Liga (knapp verpasster Aufstieg) |
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2004 |
Abstieg in die 4. Liga |
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2005 |
Direkter Wiederaufstieg in die 3. Liga |
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2006 |
Aufstieg 2. Mannschaft in die 4. Liga |
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2007 |
Abstieg 2. Mannschaft in die 5. Liga |
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2009 |
Aufstieg A-Junioren in die höchste Spielklasse |
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2010 |
A-Junioren gewinnen in der höchsten regionalen Spielklasse die Meisterschaft! 22 Teams (3 Aktive, 1 Frauen, 2 Senioren/Veteranen, 2 Juniorinnen, 11 Junioren und 3 Fussballschulen). Die Juniorenabteilung zählt erstmals über 300 MitgliederInnen. |
Für unsere beiden Teams suchen wir je einen Co-Trainer. Es ist kein Diplom erforderlich.
Interessenten melden sich beim Technischen Leiter.
Hallenturniere 2012
Die Spielpläne und übrigen Informationen sind nun aufgeschalten.